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Apnoetauchen, Freitauchen, Freediving - drei Begriffe für ein und dieselbe Trendsportart. Das Apnoetauchen wird bei uns hauptsächlich in den Cenoten (Cenotes) der Riviera Maya praktiziert, einem populären Küstenabschnitt und Urlaubsparadies in der mexikanischen Karibik, welches sich vom pulsierenden Cancún via dem charmanten Puerto Morelos und dem vielfältigen Playa Del Carmen bis zum hippen Tulum erstreckt. Geografisch befinden wir uns im Bundesstaat Quintana Roo auf der Halbinsel Yucatán im Südosten von Mexiko. Kurz erklärt ist eine Cenote eine, mit (oftmals) glasklarem Süßwasser geflutete, Karstdoline oder in anderen Worten eine, (häufig) mit kristallklarem Frischwasser überschwemmte, teilweise eingestürzte Höhle oder Grotte. Zahlreiche Forschungen deuten darauf hin, dass praktisch alle Cenoten an einen einzigen, gigantischen Grundwasserleiter (Aquifer) angebunden sind und mittels eines monumentalen Höhlensystems, welches schlussendlich im Meer endet, miteinander verbunden sind. Eine Ausnahme davon bilden die Cenoten, welche durch der Einschlag des Asteroiden „Chicxulub“ (welcher, so ganz nebenbei, für die Auslöschung der Dinosaurier verantwortlich war) entstanden sind. Das Wort „Cenote“ wurde von dem Maya Wort „Ts’ono’ot“ (Dzonot) abgeleitet und bedeutet „Heilige Quelle“. Für die Maya sind die Cenotes die Eingänge zur Unterwelt „Xibalbá“ wo ihr Regengott „Chac“ lebt. Nebst der Nutzung für die Trinkwassergewinnung, führten die Mayas in den Cenoten Südmexikos auch regelmäßig Rituale und Opfergaben für ihre Götter durch. Als Freitaucher kann man im (vielfach) tiefblauen Wasser dieser einzigartigen, prachtvollen Naturwunder unter anderem imposante Stalaktiten, Stalagmiten, Tropfsteinsäulen und Fossilien entdecken. Die Cenoten liegen bis zu deren Entdeckung und Erschließung meist sehr gut versteckt in üppiger Dschungelvegetation und sind von essenzieller Bedeutung für die Flora & Fauna darin und rundherum. Aufgrund der konsistent perfekten Bedingungen kann man die Yukatan Halbinsel mit ihren tausenden von Cenoten durchaus als Paradies (Shangri-La) für Apnoetaucher bezeichnen. Es ist schwierig die Magie und Faszination der Cenoten in Worte zu fassen; sobald du das erste Mal in Einer physisch abgetaucht und/oder spirituell eingetaucht bist, wirst du es selbst spüren.

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Bisher galten sie als robuste Höhlenmenschen, angepasst an die Kälte während der Eiszeit. Funde in Italien vermitteln ein völlig anderes Bild: Neandertaler lebten auch an der Mittelmeerküste – und tauchten dort nach Muscheln.


Die Funde stammen aus der Grotta dei Moscerini. In der in Mittelitalien gelegenen Höhle wurden bereits 1949 uralte, von Menschenhand bearbeitete Venusmuscheln entdeckt. Nun, 70 Jahre später, klärt die Archäologin Paola Villa, was diese Entdeckung wirklich bedeutet. Wie sie im Fachblatt „Plos One“ schreibt, wurden die Schalen in der Altsteinzeit von Neandertalern mit Werkzeugen bearbeitet und dann als Schabmesser verwendet. Bemerkenswert ist der Fund allerdings aus einem anderen Grund. Villa fiel auf, dass etwa drei Viertel der untersuchten Venusmuscheln (171 sind es insgesamt) eine matte und abgeschliffene Schale aufweisen. Das ist auch zu erwarten, wenn Muscheln am Strand angespült und dort aufgelesen werden. Der Rest sieht anders aus, glatt und glänzend. Das, sagt Villa, ist nur möglich, wenn die Neandertaler Muscheln direkt aus dem Meer in bis zu vier Meter Tiefe geholt haben, soll heißen: Die Neandertaler haben nicht nur große Säugetiere gejagt, sie waren auch Fischer und Taucher – und haben diese Lebensweise viel früher als der moderne Mensch entwickelt. Auch was Erfindungsreichtum und Anpassungsfähigkeit betrifft, betont Villa, war der Neandertaler dem modernen Menschen durchaus ebenbürtig.







Impressum: Dieser Blog Post enthält Auszüge aus einem ORF Science Artikel.

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  • Don

In der Mythologie der Maya gelten Cenoten und Höhlen als Portale für die Seelen der Toten. Es ist der Beginn deren Reise durch die neunstufige Unterwelt „Xibalbá“. Xibalbá bedeutet in den Maya-Sprachen „Ort der Angst“. Jede Unterwelt hat ihre besondere Bedeutung für den globalen Geist. Jede dieser 9 Dimensionen oder Zyklen hat eine bestimme Energie. Jede dieser Dimensionen wird von einer bestimmten Gottheit geführt. Jeder dieser Unterwelten besteht aus 13 Himmeln, die sich in sieben Tage und Nächte aufteilen, sozusagen eine Abfolge von Tag- und Nachtphasen.

Unter anderem dieser Hintergrund macht das Apnoetauchen in Cenoten zu einem ganz speziellen und absolut einzigartigen Erlebnis für jeden Apnoetaucher.


Den ganzen interessanten Artikel von Martina Kunze findet ihr übrigens HIER.

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